BFC Dynamo vs. 1. FC Kaiserlautern 0-3
30. Juli 2011
DFB-Pokal
1. Runde 2011 /2012
Fr.-Ludwig-Jahn Sportpark
Berlin – D
10104 Zuschauer
Auf dem Papier
Bundesligasiebter gegen Oberligasiebter. 46.450.000 € Marktwert gegen No-Name-Truppe. Die Vorzeichen vor dem Kräftemessen im Pokal hätten klarer nicht sein können. In der ersten DFB-Pokalrunde ist der Bundesligist klarer Favorit gegen den 10-fachen DDR-Meister aus Berlin-Hohenschönhausen.
Auf dem Rasen
Zum Geschehen auf den Platz möchte ich nur das Nötigste berichten. Der Bundesligist aus der Pfalz untermauerte seine Favoritenrolle klar und ging vor der Pause durch Iličević und Tiffert mit 2:0 in Führung. Der BFC fand Offensiv über die komplette Spielzeit nicht statt, sodass ich mich an keine ernstzunehmende Chance der Ostberliner erinnern kann, obwohl diese zum Ende der 2. Halbzeit etwas mutiger agierten als zuvor. Der 3:0 Endstand nach 90 Minuten war somit mehr als schmeichelhaft für den ideenlosen Oberligisten, der technisch, taktisch und konditionell nie mit der Elf vom Betzenberg mithalten konnte.
Auf den Rängen
Etwas mehr als 10.000 Besucher fanden sich an einem regnerischen Samstagnachmittag im altehrwürdigen Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark im Stadtteil Prenzlauer Berg ein. Die Anhänger des BFC verteilten sich größtenteils unter der überdachten Gegengerade, während die 2.000 mitgereisten Fans des 1. FCK in der Kurve nah an der Haupttribünen ihren Platz fanden. Ich für meinen Teil befand mich als neutraler Zuschauer auf der Gegengerade direkt am künstlich geschaffenen Pufferblock. Ein Kuriosum waren die komplett verstaubten Sitze auf der Gegengerade, die im normalen Ligabetrieb des Berliner Ex-Regionalligisten Türkiyemspor, nie gebraucht wurden.
Die Lauterer legten einen einwandfreien Support ihres Teams hin. Mit viel Bewegung und Fahneneinsatz präsentierte man sich optisch und akustisch in Erstligaform. Die Fans des BFC Dynamo hatten dem nur wenig entgegen zu bieten. Die vereinzelten Gesänge der Ostberliner drangen dann jedoch mit einer gewaltigen Lautstärke zum Spielfeld, leider viel zu selten und eintönig. Optisch wurde mit Spielbeginn eine Blockfahne von einer Seite der Gegengerade zur anderen gereicht, was ein schön anzusehendes Bild ergab. Insgesamt gesehen war die Unterstützung beider Fangruppen in der ersten Halbzeit deutlich besser als im zweiten Durchgang, wo sogar die Gesänge der Gäste nicht mehr die Durchschlagskraft wie am Anfang zeigten.
In der zweiten Halbzeit begannen die Anhänger des DDR-Rekordmeisters ihr allzu häufig propagiertes Gesicht zu zeigen. In der 60. Minute flog der erste Böller auf einen Fotografen auf der Laufbahn. Wenige Minuten später folgte eine große Rauchwand im BFC-Block sowie mehrere Feuerwerkskörper die ihren Weg auf die Laufbahn fanden. Die Ordner waren schon mit der Bekämpfung der Pyrotechnik komplett überfordert, da lediglich ein dutzend Ordner die gesamte Gegengerade überwachten und diese auf Grund ihrer unter der Uniform hervorblitzenden weinroten Kleidung wohl selbst zu großen Teilen der BFC-Fangemeinde zuzuordnen sind. Den Weisungen des Stadionsprechers in Bezug auf die Reputation des Vereins antworteten die BFC-Fans mit einem selbstironischen: „Der Ruf, der Ruf, der Ruf ist im Eimer!“ Da ich das Stadion mit dem Schlusspfiff verließ und nur noch die taschentuchwedelnden Pfälzer sah, verweise ich für die Aktionen nach Abpfiff auf fundierte Presseberichte (z.B. 11 Freunde). Festzuhalten bleibt, dass sich sowohl der BFC als auch der eingesetzte Ordnerdienst mit den Vorfällen rund um das Spiel nicht mit Ruhm bekleckert haben.
DFB-Pokal
1. Runde 2011 /2012
Fr.-Ludwig-Jahn Sportpark
Berlin – D
10104 Zuschauer
Auf dem Papier
Bundesligasiebter gegen Oberligasiebter. 46.450.000 € Marktwert gegen No-Name-Truppe. Die Vorzeichen vor dem Kräftemessen im Pokal hätten klarer nicht sein können. In der ersten DFB-Pokalrunde ist der Bundesligist klarer Favorit gegen den 10-fachen DDR-Meister aus Berlin-Hohenschönhausen.
Auf dem Rasen
Zum Geschehen auf den Platz möchte ich nur das Nötigste berichten. Der Bundesligist aus der Pfalz untermauerte seine Favoritenrolle klar und ging vor der Pause durch Iličević und Tiffert mit 2:0 in Führung. Der BFC fand Offensiv über die komplette Spielzeit nicht statt, sodass ich mich an keine ernstzunehmende Chance der Ostberliner erinnern kann, obwohl diese zum Ende der 2. Halbzeit etwas mutiger agierten als zuvor. Der 3:0 Endstand nach 90 Minuten war somit mehr als schmeichelhaft für den ideenlosen Oberligisten, der technisch, taktisch und konditionell nie mit der Elf vom Betzenberg mithalten konnte.
Auf den Rängen
Etwas mehr als 10.000 Besucher fanden sich an einem regnerischen Samstagnachmittag im altehrwürdigen Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark im Stadtteil Prenzlauer Berg ein. Die Anhänger des BFC verteilten sich größtenteils unter der überdachten Gegengerade, während die 2.000 mitgereisten Fans des 1. FCK in der Kurve nah an der Haupttribünen ihren Platz fanden. Ich für meinen Teil befand mich als neutraler Zuschauer auf der Gegengerade direkt am künstlich geschaffenen Pufferblock. Ein Kuriosum waren die komplett verstaubten Sitze auf der Gegengerade, die im normalen Ligabetrieb des Berliner Ex-Regionalligisten Türkiyemspor, nie gebraucht wurden.
Die Lauterer legten einen einwandfreien Support ihres Teams hin. Mit viel Bewegung und Fahneneinsatz präsentierte man sich optisch und akustisch in Erstligaform. Die Fans des BFC Dynamo hatten dem nur wenig entgegen zu bieten. Die vereinzelten Gesänge der Ostberliner drangen dann jedoch mit einer gewaltigen Lautstärke zum Spielfeld, leider viel zu selten und eintönig. Optisch wurde mit Spielbeginn eine Blockfahne von einer Seite der Gegengerade zur anderen gereicht, was ein schön anzusehendes Bild ergab. Insgesamt gesehen war die Unterstützung beider Fangruppen in der ersten Halbzeit deutlich besser als im zweiten Durchgang, wo sogar die Gesänge der Gäste nicht mehr die Durchschlagskraft wie am Anfang zeigten.
In der zweiten Halbzeit begannen die Anhänger des DDR-Rekordmeisters ihr allzu häufig propagiertes Gesicht zu zeigen. In der 60. Minute flog der erste Böller auf einen Fotografen auf der Laufbahn. Wenige Minuten später folgte eine große Rauchwand im BFC-Block sowie mehrere Feuerwerkskörper die ihren Weg auf die Laufbahn fanden. Die Ordner waren schon mit der Bekämpfung der Pyrotechnik komplett überfordert, da lediglich ein dutzend Ordner die gesamte Gegengerade überwachten und diese auf Grund ihrer unter der Uniform hervorblitzenden weinroten Kleidung wohl selbst zu großen Teilen der BFC-Fangemeinde zuzuordnen sind. Den Weisungen des Stadionsprechers in Bezug auf die Reputation des Vereins antworteten die BFC-Fans mit einem selbstironischen: „Der Ruf, der Ruf, der Ruf ist im Eimer!“ Da ich das Stadion mit dem Schlusspfiff verließ und nur noch die taschentuchwedelnden Pfälzer sah, verweise ich für die Aktionen nach Abpfiff auf fundierte Presseberichte (z.B. 11 Freunde). Festzuhalten bleibt, dass sich sowohl der BFC als auch der eingesetzte Ordnerdienst mit den Vorfällen rund um das Spiel nicht mit Ruhm bekleckert haben.
Boehn1904 - 1. Aug, 18:42

