FC Zürich vs. Servette Genf 2-3
23. Juli 2011
AXPO Super League
2. Spieltag 2011 /2012
Stadion Letzigrund
Zürich – CH
9200 Zuschauer
Auf dem Papier
Nach dem ersten Spieltag der neuen Saison befinden sich sowohl der FC Zürich sowie der Aufsteiger aus Genf in der unteren Tabellenhälfte wieder. Die Gäste aus dem Südwesten der Schweiz verloren ihr Heimspiel gegen Vorjahresfünften aus Thun knapp mit 1:2. Etwas überraschend musste sich auch der Gastgeber und amtierende Vizemeister FCZ zum Auftakt mit 0:1 in Sion geschlagen geben. Die Bilanz des Aufsteigers gegen den klaren Favoriten aus Zürich ist für die Genfer äußerst vielversprechend. Mit je sieben Siegen auf beiden Seiten ist die Bilanz genau ausgeglichen, in der Liga trennten sich beide Teams nie Remis. Nichtsdestotrotz kann sich der Vizemeister nicht aus der Favoritenrolle schleichen, besitzt man doch einen viermal höheren Marktwert als der Aufsteiger.
Auf dem Rasen
Das Spiel wurde von beiden Mannschaften verhalten begonnen, wobei die Gäste aus Genf besser ins Spiel fanden. Beide Mannschaften zeigten technisch hochwertigen Fußball mit vielen Kabinettstückchen. Wenn es jedoch zu Fouls kam, konnte man die Gangart des Schiedsrichters als „englisch“ beschreiben, weshalb der Schiri später mit lediglich einer vergebenen gelben Karte (Baumann) das Spiel abpfeifen sollte. Zum Ende der ersten Halbzeit wurde nun auch der Favorit stärker, der verletzungsbedingt ohne den ehemaligen Bundesligaprofi Magnin auskommen musste. Trotz jeweils einer Großchance auf beiden Seiten kurz vor dem Halbzeitpfiff ging es mit einem 0:0 in die Pause.
Die erste Viertelstunde des zweiten Durchgangs gehörte dem FCZ, der jedoch etliche Großchancen teilweise kläglich vergab. Dusan Djuric machte es in der 61. Minute besser und traf mit einem sehenswerten Seitfallzieher für den Züricher Stadtclub. Nachdem die Gäste vergeblich eine Antwort suchten und zweimal knapp scheiterten, war es Mittelstürmer Mehmedi der per Kopf in der 68. Minute auf 2:0 erhöhte. Die Züricher befanden sich nun, etwas mehr als 20 Minuten vor dem Schlusspfiff, in einer mehr als komfortablen Ausgangssituation gegenüber dem Aufsteiger. Doch es folgte ein Riesencomeback des SCF. Innerhalb von sechs Minuten drehten der eingewechselte Karanovic (70., 72.) und Baumann per Kopf (76.) das Spiel zu Gunsten der Gäste. Der geschockte Vizemeister musste somit auch im zweiten Saisonspiel als Verlierer den Platz verlassen und legte einen klassischen Fehlstart hin.
Auf den Rängen
Nachdem ich ohne körperliche Einlasskontrolle meinen Sitzplatz im westlichen Teil der Südkurve eingenommen habe, füllte sich das Stadion Letzigrund nur spärlich. Lediglich 9200 Zuschauer wollten das erste Heimspiel des FCZ live miterleben. Etwa 100 Mitgereiste Fans aus Genf betraten das Stadion geschlossen ca. zehn Minuten vor Spielbeginn. Der überdimensionierte Gästeblock wirkte somit äußerst leer und schwach beflaggt. Nichtsdestotrotz zeigten die Gäste über weite Strecken einen guten Support. Die „Zürcher Südkurve“ war gut gefüllt und die aktiven Fans sangen durchgängig, auch der Einsatz von Schwenkfahnen war gut.
Nach dem 2:0 konnte man in der Südkurve einen Blinker vernehmen, die Gäste boten nach dem 3:2 Führungstreffer etwas Rauch auf. Als die Genfer noch Minuten nach Spielende ihre Stehaufmännchen feierten, nahm die Heimkurve die Niederlage überraschend sportlich. Während die Sitzenden vereinzelt die Mannschaft auspfiffen, bedankten sich die Fans auf den Stehplätzen artig mit Applaus bei ihrer Elf die mit hängenden Köpfen vor die Kurve trat. Das Stadtderby gegen die Grasshoppers sollte demnächst anstehen.
AXPO Super League
2. Spieltag 2011 /2012
Stadion Letzigrund
Zürich – CH
9200 Zuschauer
Auf dem Papier
Nach dem ersten Spieltag der neuen Saison befinden sich sowohl der FC Zürich sowie der Aufsteiger aus Genf in der unteren Tabellenhälfte wieder. Die Gäste aus dem Südwesten der Schweiz verloren ihr Heimspiel gegen Vorjahresfünften aus Thun knapp mit 1:2. Etwas überraschend musste sich auch der Gastgeber und amtierende Vizemeister FCZ zum Auftakt mit 0:1 in Sion geschlagen geben. Die Bilanz des Aufsteigers gegen den klaren Favoriten aus Zürich ist für die Genfer äußerst vielversprechend. Mit je sieben Siegen auf beiden Seiten ist die Bilanz genau ausgeglichen, in der Liga trennten sich beide Teams nie Remis. Nichtsdestotrotz kann sich der Vizemeister nicht aus der Favoritenrolle schleichen, besitzt man doch einen viermal höheren Marktwert als der Aufsteiger.
Auf dem Rasen
Das Spiel wurde von beiden Mannschaften verhalten begonnen, wobei die Gäste aus Genf besser ins Spiel fanden. Beide Mannschaften zeigten technisch hochwertigen Fußball mit vielen Kabinettstückchen. Wenn es jedoch zu Fouls kam, konnte man die Gangart des Schiedsrichters als „englisch“ beschreiben, weshalb der Schiri später mit lediglich einer vergebenen gelben Karte (Baumann) das Spiel abpfeifen sollte. Zum Ende der ersten Halbzeit wurde nun auch der Favorit stärker, der verletzungsbedingt ohne den ehemaligen Bundesligaprofi Magnin auskommen musste. Trotz jeweils einer Großchance auf beiden Seiten kurz vor dem Halbzeitpfiff ging es mit einem 0:0 in die Pause.
Die erste Viertelstunde des zweiten Durchgangs gehörte dem FCZ, der jedoch etliche Großchancen teilweise kläglich vergab. Dusan Djuric machte es in der 61. Minute besser und traf mit einem sehenswerten Seitfallzieher für den Züricher Stadtclub. Nachdem die Gäste vergeblich eine Antwort suchten und zweimal knapp scheiterten, war es Mittelstürmer Mehmedi der per Kopf in der 68. Minute auf 2:0 erhöhte. Die Züricher befanden sich nun, etwas mehr als 20 Minuten vor dem Schlusspfiff, in einer mehr als komfortablen Ausgangssituation gegenüber dem Aufsteiger. Doch es folgte ein Riesencomeback des SCF. Innerhalb von sechs Minuten drehten der eingewechselte Karanovic (70., 72.) und Baumann per Kopf (76.) das Spiel zu Gunsten der Gäste. Der geschockte Vizemeister musste somit auch im zweiten Saisonspiel als Verlierer den Platz verlassen und legte einen klassischen Fehlstart hin.
Auf den Rängen
Nachdem ich ohne körperliche Einlasskontrolle meinen Sitzplatz im westlichen Teil der Südkurve eingenommen habe, füllte sich das Stadion Letzigrund nur spärlich. Lediglich 9200 Zuschauer wollten das erste Heimspiel des FCZ live miterleben. Etwa 100 Mitgereiste Fans aus Genf betraten das Stadion geschlossen ca. zehn Minuten vor Spielbeginn. Der überdimensionierte Gästeblock wirkte somit äußerst leer und schwach beflaggt. Nichtsdestotrotz zeigten die Gäste über weite Strecken einen guten Support. Die „Zürcher Südkurve“ war gut gefüllt und die aktiven Fans sangen durchgängig, auch der Einsatz von Schwenkfahnen war gut.
Nach dem 2:0 konnte man in der Südkurve einen Blinker vernehmen, die Gäste boten nach dem 3:2 Führungstreffer etwas Rauch auf. Als die Genfer noch Minuten nach Spielende ihre Stehaufmännchen feierten, nahm die Heimkurve die Niederlage überraschend sportlich. Während die Sitzenden vereinzelt die Mannschaft auspfiffen, bedankten sich die Fans auf den Stehplätzen artig mit Applaus bei ihrer Elf die mit hängenden Köpfen vor die Kurve trat. Das Stadtderby gegen die Grasshoppers sollte demnächst anstehen.
Boehn1904 - 27. Jul, 11:52

